Die Werkstufe
Die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterscheidet sich teilweise stark vom Alltag der jüngeren Kinder an der Janusz- Korczak- Schule.
Um darauf angemessen eingehen zu können, hat die Werkstufe II Leitlinien entwickelt, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Leitlinien der Werkstufe II
Diese wurden im Klassenteam erarbeitet unter Berücksichtigung verschiedener Werkstufen-/ Abschlussstufenprogramme anderer Einrichtungen sowie vor allem des eigenem Verständnisses für diese Altersgruppe.
Übergang in die Erwachsenenwelt
Die Jugendlichen sollen ihren individuellen Möglichkeitenentsprechend befähigt werden:
- sich in ihrem Leben ihrer Persönlichkeit entsprechend zu verwirklichen und Bestätigung zu erfahren
- freie Zeit nach eigenen Bedürfnissen und Neigungen zu gestalten.
- sich in der Öffentlichkeit adäquat und gegenüber der Umwelt verantwortungsvoll und wertschätzend zu verhalten
- sich später in einer Fördergruppe oder Wohneinrichtung zurecht zu finden und sich in die dortigen Gepflogenheiten ohne Mühe zu integrieren.
Die Schülerinnen und Schüler der Werkstufe sind Jugendliche, die nicht mehr Kind sein wollen, dennoch die nötige „emotionale“ Zuwendung brauchen. In dieser Phase des Erwachsenwerdens brauchen sie Orientierungshilfen und eindeutige Regeln.
Für das Team bedeutet das:
- Die Bereitschaft, in den Jugendlichen junge Erwachsene zu sehen, auch wenn sie noch kindliche Verhaltensweisen zeigen.
- Die Verpflichtung, sich im Kommunikationsverhalten und in den Umgangsformen an dem zu orientieren, was unter Erwachsenen wünschenswert und üblich ist.
- Die Notwendigkeit, den Unterricht so zu gestalten, dass er die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zur Selbstbestimmung, Kooperation und Eigenverantwortlichkeit fördert.
- Die Aufgabe, die didaktischen Inhalte so auszuwählen, dass sie den Prozess des Erwachsenwerdens unterstützen.
Die Ziele und Inhalte des Unterrichts orientieren sich an grundlegenden Fertigkeiten / Fähigkeiten und an das Erwachsenenleben prägenden Lebensbereichen
Schülerinnen und Schüler brauchen sowohl Vermittlung von Fähig- und Fertigkeiten als auch Hilfen, die ihre Selbstentwicklung stärken und stützen.
Der Unterricht orientiert sich an dem objektiv Notwendigen und an dem subjektiv Bedeutsamen.
Grundlagen der Unterrichtsplanung ist neben dem Förderplan für die Klasse vor allem auch der individuelle Lebenslauf der einzelnen Schülerinnen und Schüler.
Um die Schülerinnen und Schüler zu selbstbestimmtem und selbstrealisierendem Tun zu führen, ist es notwendig, von ihren Interessen auszugehen, ihre eigenen Erfahrungen aufzugreifen, möglichst viele Sinne in die Gegenstandswelt einzubeziehen, Ziel und Nutzen transparent zu machen.
Grundsätzlich sollten in der Werkstufe vermehrt außerschulische Lernorte aufgesucht werden . ( Vergl. Lernen Konkret 1998 + 2003+ 2006)
Dem Unterricht in lernbereichsübergreifenden Projekten kommt eine besondere Bedeutung zu. (Sachliche Notwendigkeit, persönliche Bedeutsamkeit)
Unterrichtsbeispiele:
- Dokumentation unserer Arbeitsweise / unseres gemeinsamen Erlebens im Klassenverband - sowie in der Stufe.
- Jahresthema Traumschiff
- Neben den theoretischen Erfahrungen- „Trockenübungen" -erleben wir eine Schifffahrt.
- Ein eindrückliches Erlebnis für alle!
- Aufarbeitung im Unterricht
- Fotos- Geräusche-CD-Schiffsmotoren- usw.
- Erlebtes wird in „Meinem Buch „ dokumentiert.
- Wir erzählen allen davon- auch in unserer Schulzeitung.
- Das Info soll auch andere erreichen-
- Jeder trägt im Bereich seiner Möglichkeiten dazu bei
- Physiotherapeutischer Bereich-
- Alltagserfahrung
- Erleben: Wir werden gebraucht- unser Tun ist wichtig
- Wichtiger Aspekt: Ich kann etwas!!! Bin ein Teil des Gesamten.
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