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Janusz Korczak
Schule für mehrfachbehinderte Kinder


Timon führte uns nach Tiengen in die Nähe von Freiburg. Dort wurde kräftig gebaut, und wir machten gleich mit. Zuerst sicherten wir die Baustelle gut ab, damit nicht, wie in Köln ein Unglück passieren konnte. Einstürzen durften unsere Bauten schon, aber niemand kam dabei zu Schaden. Im Gegenteil! Mit dem Bagger hoben Christian und Timon die Grube aus. Dann besorgten wir uns Baumaterial aus der Nachbarklasse und bauten und bauten und hatten viel Spaß bei den verschiedenen Haustypen und ihren Bewohnern. Hei, und wie groß war erst das Vergnügen, wenn die Neubauten wieder einstürzten. Nur Christian ließ sich Zeit und genoss sein Haus eine ganz Weile, bis er mit den Armen ausholte, um es umzuwerfen.
Eng eingebaut erfreute sich Hannah-Sophia der guten Stube und klopfte dabei noch das Mauerwerk ab. Gülü sperrte vorsichtshalber mit der Baukette das Gelände ab.

Timons Eltern hatten allen Grund sich zu beschweren, dass wir in der kalten Jahreszeit nach Tiengen reisten, wenn es noch keinen Spargel, keine Kirschen und das ganze leckere Gemüse gibt. Aber, war es der nachhaltige Einfluss aus 1001 Nacht oder gabt es in Tiengen Wunder? Es blühten Kirschzweige und nicht nur Timon betrachtete sie andächtig.
Philipp wies uns ständig auf die Baufahrzeuge hin, die auf unserem Hof ein- und ausparkten. Von denen konnten wir lernen. Aisha freute sich an der Fotoshow auf dem Bildschirm, die unsere Bauvorhaben zeigte. Den Bilderrahmen für die Diashow mit den gespeicherten Fotos, hatte uns die Werkstufe2 ausgeliehen.

Philipp erfreuten die Leckereien aus Tiengens Gärten (oder doch aus dem dörflichen, kleinen Supermarkt?). Trauben sind allerdings ein wichtiges Wahrzeichen von Tiengen und gehören unbedingt dazu.

Anna, unsere Praktikantin kennt Timons Vorliebe für kleine Details, und so hatte sie für die Schwarzlichtbox eine wunderschöne Dorflandschaft gebastelt. Wir waren alle begeistert. Aber Weltreisen müssen weiter gehen und Abschied nehmen will gelernt sein.
„Dobre Utro“ heißt im russischen „Guten Tag“ Unsere Reise ging nun mit Philipp nach Sibirien in Russland. Ein im Winter kaltes Land, von Menschen bewohnt, die sehr warmherzig sind. Ein sehr großes Land.
Mit wilden Tigern, Bären und Wölfen, die zum Teil in Höhlen wohnen.
Vor dem Bär brauchte man keine Angst zu haben, wenn man, wie hier Philipp, mit ihnen sein Vesper teilte. Philipps Eltern gaben uns täglich russische Neuigkeiten, und Philipp brachte auch täglich etwas Neues von zu Hause mit. Wichtige typisch russische Gegenstände. Eine Matroschka mal 10. Aisha und Hannah-Sophia betrachteten die Puppen etwas überrascht.

Dann übernahm Hannah-Sophia die Initiative und kegelt die Damen bunt durcheinander. Ach, wie nett das klang, als die Damen umkippten. Vorsichtig sind wir drum herum gestanden, damit den Damen nichts geschieht.
Ganz souverän zähmte Aisha zähmt den Bär. Wir waren nicht mehr
überrascht, denn wer Lamas bändigt….kann wohl auch mit Bären umgehen. Sogar den Daumen in den Mund zu nehmen lernte der Bär von Aisha. Philipp übte sich im Akkordeonspielen. Das faszinierte ihn sehr. Drücken und ziehen gleichzeitig will gelernt sein, und so brauchte es erst einmal Hilfestellung, aber es klang auch ganz anständig, wenn das ganze Instrument geschüttelt wurde.
Mit Musik und Tanz und vielen weiteren Erlebnissen reisten wir aus Sibirien ab. Im Rucksack hatten wir Piroggen dabei. Die wurden für uns eigens von Philipps Mama gebacken. Mhmmm!
Christian drehte schon einmal den Globus weiter.

 

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