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Janusz Korczak
Schule für mehrfachbehinderte Kinder
 

 

Fortbildungen in der Janusz-Korczak-Schule


Seit Jahren machen unsere Mitarbeiter vielerlei Fortbildungen, um dem pädagogischen Auftrag und den Bedürfnissen der Schüler und Schülerinnen gerecht zu werden.

Motivation für die Teilnahme an einer Fortbildung ist natürlich der Wunsch, etwas Neues kennen zu lernen. Aber oft geht es auch darum, vor Jahren Gelerntes wieder aufzufrischen und Anschluss an die Weiterentwicklung in den theoretischen und praktischen Fächern der eigenen Berufsausbildung zu bekommen.

 

Der Träger einer Einrichtung muss großes Interesse daran haben, dass die Mitarbeiter/-innen sich den neuen Herausforderungen stellen und an ihrer fachlichen Qualifikation arbeiten. Neben einem optimalem Personal­schlüssel und einer guten Ausstattung hängt der Ruf einer Einrichtung ganz stark von der Kompetenz der Mitarbeiter ab.

 

Fortbildungen kosten Zeit und Geld. Manche Mitarbeiter gehen gerne und oft, andere aber selten – vielleicht zu selten. Es gibt Fortbildungen, die sich mit zentralen Aufgaben der Mitarbeiter beschäftigen, aber es gibt auch Fortbildungswünsche von Mitarbeitern, die sich mit ausgefallenen, ungewöhnlichen Themen beschäftigen. Auch „ungewöhnliches“ Wissen kann eine sinnvolle Bereicherung der Arbeit sein. Es haben viele heute unverzichtbare Methoden und Ansätze einmal mit dem Etikett „ausgefallen und ungewöhnlich“ angefangen.

 

Der Bereich Fortbildung von Mitarbeitern/-innen ist für den Träger einer Einrichtung ein wichtiges und komplexes Thema.

Wie geht der Trägerverein der Janusz-Korczak-Schule mit diesem Thema um?

 

Im Schulprogramm der Janusz-Korczak-Schule werden die Themen „Fortbildung“ und „Qualität der Arbeit“ an verschiedenen Stellen erwähnt.

 

Im Konzeptbaustein II. „Das Kind steht im Mittelpunkt“ liest man unter 2.e. „am einzelnen Kind orientierte Fortbildungen werden ermöglicht“.
Im Konzeptbaustein V. „Partnerschaftliche Zusammenarbeit“ steht unter Punkt 1, dass die fachliche Weiterentwicklung des Kollegiums
a) durch gezielte Stellenbesetzungen und
b) durch regelmäßige Fortbildungen beeinflusst werden soll.

 

Inzwischen wurde festgelegt, was „regelmäßige Fortbildungen“ bedeutet. Das Kollegium hat sich dazu verpflichtet, innerhalb von drei Jahren 40 Stunden Fortbildung zu absolvieren. Dabei soll der größere Teil sich auf methodisch-didaktische Themen, ein weiterer Teil auf die Reflexion der Arbeit (Fallarbeit, Supervision, Intervision etc.) beziehen.

 

Welche Möglichkeiten zur Teilnahme an Fortbildungen bietet die Janusz-Korczak-Schule ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

 

Es gibt ein Gesamtbudget für Fortbildungen. Jedem Mitarbeiter stehen pro Kalenderjahr 300 Euro zur Verfügung. Entscheidungen bezüglich Fortbildungen werden vom Leitungsteam getroffen. Darüber hinaus behält sich der Vorstand vor, Fortbildungen besonders zu fördern, wenn die Schule ein spezielles Interesse daran hat.

 

Ein Teil der Fortbildungen, die vom Kollegium besucht werden, stammen aus dem Angebot des Oberschulamtes und sind für Teilnehmer und den Arbeitgeber kostenlos.

Der Großteil der besuchten Seminare wird aber von freien Anbietern veranstaltet. Das hängt damit zusammen, dass es im „klassischen“ Bereich der Lehrerfortbildungen nicht so viele und spezielle Angebote für unsere Schüler gibt.

 

In den letzten Jahren wurden immer wieder Referenten eingeladen, ihre Fortbildungen bei uns im Haus anzubieten (z. B. Ursi Kristen „Unterstützte Kommunikation“ oder Waltraud Döring zum Thema `Herausforderndes Verhalten´).
Diese Variante der Fortbildung vermeidet lange Anfahrten und Übernachtungskosten und ein großer Teil des Kollegiums kann gemeinsam an einem neuen Thema arbeiten. Diese Fortbildungen wurden auch Lehrer/-innen andere Schulen angeboten. Eine Teilnahme von Gästen bietet einen breiteren Austausch und man kann von den Erfahrungen anderer lernen.

Neben dem Schwerpunkt `Unterstützte Kommunikation` (alle Mitarbeiter haben mindestens den Einführungskurs besucht) hat sich die Kinästhetik als weiterer Schwerpunkt etabliert.

Seit November 2005 finden regelmäßig Kinästhetik- Grundkurse für Mitarbeiter und Eltern statt im Haus statt. Viele Mitarbeiter haben einen Aufbaukurs besucht, zwei Mitarbeiterinnen haben eine Tutoren-Ausbildung absolviert, um die Kinästhetik im Alltag weiter zu integrieren.

 

Auch von Eltern hören wir immer wieder den Wunsch nach Seminaren, in denen sie noch mehr darüber erfahren, wie sie mit ihren Kindern umgehen und wie sie deren Entwicklung optimal unterstützen können. Vor einiger Zeit gab es bereits ein Elternseminar über die Feldenkrais-Methode. Wir planen im bei Interesse wieder Seminare für Eltern anzubieten. Anregungen und Wünsche von Seiten der Eltern sind sehr willkommen.

 

Die Schüler lernen, die Lehrer/-innen lernen und die Eltern lernen: das Idealbild einer lernenden Gemeinschaft! Lebenslanges Lernen ist möglich und notwendig. Wissenschaftler haben festgestellt, dass das Gehirn während des ganzen Lebens die Fähigkeit besitzt, neue Dinge zu lernen. Je nach Alter, Lebenssituation und Aufgabe variieren die Lerninhalte. Aber ob es unsere Schüler/-innen sind oder das Kollegium, ob es Kinder sind oder Professoren: lebenslanges Lernen sollte Recht und Verpflichtung sein!

 

Andreas Wand

 

 

 

 

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